Höhensysteme

NN, HN oder NHN-Höhen?

Nach einer vollständigen Erneuerungsmessung des Staatlichen Nivellementnetzes 1. Ordnung zwischen 1974 und 1976 wurden ab 1979 in der DDR die "Normalhöhen 1976" eingeführt. Das Staatliche Nivellementnetz 1976 (SNN76) wurde dabei zwangsfrei ausgeglichen und erhielt sein Niveau durch Festhalten der Normalhöhe des Normalhöhenpunktes Hoppegarten aus der Ausgleichung von 1956. Somit bezieht es sich auf den Pegel Kronstadt.

Höhen im SNN76 werden auch als Höhen über (HN) bezeichnet.

In den Jahren 1980 bis 1985 fanden in der (alten) Bundesrepublik Deutschland Wiederholungsmessungen im Deutschen Haupthöhennetz statt. Die endgültige Auswertung dieser Messungen erfolgte im Jahre 1990 als zwangsfreie Ausgleichung in normalorthometrischen Höhen unter Festhalten der DHHN12-Höhe des Punktes UF Wallenhorst.

Höhenangaben nach DHHN12 werden auch als Höhen über (NN) bezeichnet.

Die Vermessungsverwaltungen der 16 Bundesländer Deutschlands beschlossen im Jahr 1993, ein einheitliches Höhenbezugssystem, das DHHN92, einzuführen.Mit Verbindungsnivellements und Schweremessungen zwischen den bestehenden Höhennetzen DHHN85 und SNN76 wurden von 1990 bis 1992 die erforderlichen Grundlagen für den Zusammenschluss zu einem Netz gelegt. Die Höhen im DHHN92 beziehen sich auf das Quasigeoid, das mit den Parametern des GRS80 berechnet wurde und das durch den Nullpunkt des ehemaligen Pegels Amsterdam verläuft.

Höhen aus dem DHHN92 bezeichnet man als Normalhöhennull (NHN).

(offiziell gültige Höhensystem für Deutschland)

Höhenangaben nach DHHN12 (NN) sind je nach Ort 12 bis 16 cm größer als die nach SNN76 (HN).
Die Differenz zwischen Höhen nach DHHN92 (NHN) und DHHN12 (NN) liegt zwischen -80 mm und +42 mm, durchschnittlich sind es 4 mm. Sie ist in den Alpen größer als im flachen Norddeutschland.

Quelle: Wikipedia